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Kennen Sie schon Berlin Mahlsdorf?

Erstmals wurde Mahlsdorf 1345 als Malterstorp urkundlich erwähnt. Südlich der gemeinsam geführten Trasse der Bundesstraßen B 1 und B 5 liegt an der Grenze zu Kaulsdorf der sogenannte Berliner Balkon.

Quelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Mahlsdorf

 

 

 

Topografie

Südlich der gemeinsam geführten Trasse der Bundesstraßen B 1 und B 5 liegt an der Grenze zu Kaulsdorf der sogenannte Berliner Balkon, die einzige Stelle im Berliner Raum, an der der Höhenunterschied der Barnimhochebene zum Berliner Urstromtal (rund 15 Meter) nachvollzogen werden kann.

Entwicklung der Gemeinde

Mahlsdorf wurde, wie alle anderen Dorfkirchen im Berliner Umland auf dem Barnim, um 1230 gegründet. Es war ein nord-süd-ausgerichtetes Straßendorf; die Dorfkirche liegt auf der westlichen Straßenseite. Die alte Fernhandelsstraße von Berlin über Frankfurt nach Posen und Gnesen verlief südlich der Kirche des Dorfes, das später entlang der ausgebauteren Fernhandelstraße erweitert wurde. Urkundlich ersterwähnt wurde es 1345 als Maltersdorf. Im Landbuch Karls IV. von 1375 ist Mahlsdorf mit 50 Hufen erwähnt, darunter vier Pfarrhufen; es gab auch einen Krug (taberna). Im Jahr 1450 wurden zusätzlich zwei Kirchenhufen erwähnt, und 1459 zählte Mahlsdorf zur Propstei Berlin. Die dörflichen Rechte teilten sich die von Grieben und die von Falkenberg, die auch entsprechend über das Kirchenpatronat verfügten.

Im Jahr 1753 besiedelten auf Erlass des preußischen Königs Friedrich II. Kolonisten aus Plattenhardt in Württemberg den neuen Ortsteil Kiekemal, der aus der Gemarkung Barnim dazu kam. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gab es eine nur geringfügige Entwicklung mit rund 250 Einwohnern. Danach kam es – besonders in der Gründerzeit – zu einem explosionsartigen Wachstum, gefördert auch durch eine 1885 eröffnete Eisenbahnstation.

Mahlsdorf gehörte zum Landkreis Niederbarnim in der preußischen Provinz Brandenburg. 1920 – damals lebten hier 6000 Einwohner – wurde es nach Berlin eingemeindet und gehörte zum Bezirk Lichtenberg (in der DDR „Stadtbezirk“). 1979 wurde Mahlsdorf Teil des seinerzeit neu gebildeten Stadtbezirks Marzahn, 1986 des damals neu entstandenen Stadtbezirks Hellersdorf.

Baudenkmale

Mittelalterliche Dorfkirche

Das älteste Gebäude in Mahlsdorf ist die Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert. Das Gotteshaus ist ein ursprünglich frühgotischer Feldsteinbau. Typisch für die Zeit wurde das Kirchenschiff als gedrungener Langhaussaal ausgeführt, an den im Osten ein eingezogener, rechteckiger Altarraum mit geradem Rechteckchor anschließt. An einigen Stellen sind noch die Umrisslinien der 1699 vermauerten und durch übergroße Rundbogenöffnungen ersetzten frühgotischen Fenster zu erkennen.

Dem bis zum Traufgesims in Schiffbreite angelegten Westturm wurde im Spätmittelalter ein schmaler Rechteckturm aufgesetzt. Sein Satteldach stammt aus der Zeit um 1900 und verläuft entgegen der Gepflogenheit von West nach Ost. Beiderseits des Chors befinden sich die üblichen Sakristeianbauten.

Die mittelalterliche Raumgliederung des Innenraums ist noch an dem spitzen Triumphbogen zwischen Schiff und Chor zu erkennen. Eine der Glocken trägt die Jahreszahl 1488. An Lampert Distelmeyer, Kanzler des Kurfürsten Joachim II., erinnert eine Steintafel mit seinem Wappen. Die Kanzel ist ein Geschenk seines Schwiegersohnes Johann von Kötteritz aus der Zeit um 1620.

Fast hundert Jahre jünger ist der Altar mit den Bildern von Maria, Johannes und der Stadt Jerusalem im Hintergrund (1710). Ein wappengeschmückter Grabstein im südlichen Sakristeianbau ist der 1579 verstorbenen Gertraut Grieben, eheliche Hausfrau des Peter Bretzke zu Stettin, gewidmet.

Gründerzeitmuseum

Überregionale Bekanntheit hat der Ortsteil durch Charlotte von Mahlsdorf und das von ihr im Gutshaus Mahlsdorf aufgebaute Gründerzeitmuseum erlangt. Das Museum beherbergt Europas größte zusammenhängende Sammlung von Gegenständen aus der Gründerzeit und ist beliebt als Drehort für Film- und TV-Produktionen, Theateraufführungen, sowie als Standesamt. Das Museum befindet sich innerhalb einer Parkanlage am Hultschiner Damm 333.

Wirtschaft

Im Jahr 2005 errichtete das Abfallentsorgungsunternehmen ALBA die modernste Recyclinganlage Europas auf dem Gelände der ehemaligen SERO gleich östlich des Berliner Balkons.

Von 1959 bis zur Wende befanden sich im ehemaligen Kino Lichtburg am Hultschiner Damm die Produktionsstudios für das Sandmännchen des Fernsehens der DDR. Dort wurden über 1000 Sandmännchenfilme produziert und in 43 Länder weltweit verkauft. Nachdem es lange Jahre leer stand, wurde es um die Jahrtausendwende trotz vieler Bürgerproteste abgerissen und ein Supermarkt sowie ein Jugendclub errichtet.

Politik

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin im Jahr 2011 gewann im Wahlkreis Kaulsdorf-Süd/Mahlsdorf Mario Czaja mit 41,5 Prozent der Erststimmen das einzige Direktmandat der CDU in den östlichen Bezirken vor den Gegenkandidaten der SPD und Linkspartei.

Schulen

  • Mahlsdorfer Grundschule
  • Friedrich-Schiller-Grundschule
  • Kiekemal-Grundschule
  • BEST-Sabel-Grundschule
  • Waldorfschule Mahlsdorf

Die Oberschule am Elsengrund wurde zum Ende des Schuljahrs 2008/2009 geschlossen und mit dem Otto-Nagel-Gymnasium in Berlin-Biesdorf zusammengelegt.

Bahnverkehr

Am 1. September 1895 wurde der Bahnhof Mahlsdorf an der 1867 eröffneten Preußischen Ostbahn in Betrieb genommen. Er bestand aus zwei Seitenbahnsteigen und lag an der Hönower Straße, die die Ostbahn höhengleich kreuzte.

Nachdem der Bahnhof 1929 hochgelegt wurde, erreichte die S-Bahn 1930 den Bahnhof Mahlsdorf. Die Hönower Straße war 1929 noch nicht abgesenkt, sodass die Fahrgäste zu Anfang das Gebäude durch die heutige erste Etage betreten mussten. Er bestand jetzt aus zwei Mittelbahnsteigen, einen für die S-Bahn und einen für die Strecke Mahlsdorf – Strausberg. Ab Ende Mai 1931 war auch ein anderes Provisorium für die S-Bahn-Fahrgäste beendet: die hölzerne Brücke vom S-Bahnsteig zum Empfangsgebäude konnte abgerissen werden. Im September 1941 kam es zu einem S-Bahn-Unglück, als ein in den Bahnhof einfahrender Zug den Prellbock überfuhr und auf die dahinter gelegene Hönower Straße hinabstürzte.

Seit dem 7. März 1947 fuhr die S-Bahn weiter nach Hoppegarten, seit dem 31. Oktober 1948 bis Strausberg.

Das Land Berlin hat auf dem zweiten Bahnsteig einen Regionalbahnhaltepunkt vorgesehen. Die Finanzierung ist allerdings

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